Ganzhaus-Design‑Beispiel | Unnötiges entfernen, nur das Reine bewahren
Wohnwissen · 2023.11.17

Ganzhaus-Design‑Beispiel | Unnötiges entfernen, nur das Reine bewahren

Dieses Projekt stellt ein ganzheitliches Wohnungsdesign im Stil des amerikanischen Luxus‑Minimalismus vor. Begleiten Sie BOSNIE nun bei der Betrachtung dieses Entwurfs! Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in einer Zeit heftiger künstlerischer Umbrüche, stand Giorgio Morandi – im Gegensatz zu vielen seiner zeitgenössischen Künstler, die sich lebhaft austauschten – still in einer Ecke seines Hauses und malte Stillleben unter wechselndem Licht und in unterschiedlichen Farbnuancen. In jener turbulenten Epoche vermittelten seine Werke dem Betrachter ein Gefühl von Ruhe, Gelassenheit und einer über den Alltag hinausgehenden, unberührten Welt. Im urbanen Alltag sind unsere Tage oft geprägt von Hektik und Kleinigkeiten; in den Pausen des Lebens sehnen wir uns häufig danach, innezuhalten und das Leben wieder neu zu entdecken. Aus diesem Grund wurde das Design...

Dieses Projekt stellt ein ganzheitliches Wohnungsdesign im amerikanischen Luxus‑Leichtstil vor. Begleiten Sie BOSNIE‑Redakteurin nun bei der Besichtigung dieses Entwurfs!

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, einer Zeit heftiger künstlerischer Umbrüche, verweilte Giorgio Morandi – im Gegensatz zu seinen aktiven, kommunikativen Zeitgenossen – still in einer Ecke seines Zuhauses und malte Stillleben unter wechselndem Licht und in unterschiedlichen Farbnuancen. In jener turbulenten Epoche vermittelten seine Werke dem Betrachter ein Gefühl von ruhiger Gelassenheit und überzeitlicher Abgeklärtheit.

Im urbanen Alltag sind die täglichen Abläufe oft geprägt von Hektik und Kleinigkeiten. Zwischen den vielen Verpflichtungen sehnen sich die Menschen nach einem Moment der Ruhe, um das Leben wieder neu zu entdecken. Daher hat der Designer das Überflüssige entfernt und das Wesentliche bewahrt: Mit moderner Schlichtheit und edler Eleganz verleiht er dem hektischen, chaotischen Alltag eine spröde, entspannte Ausdrucksweise.

Wohn- und Essbereich sind zu einem großen Raum verschmolzen; durch die zweigeschossigen bodentiefen Fenster strömt das Sonnenlicht herein, und der Raum atmet eine ruhige, harmonische Atmosphäre. Leuchtendes Blau trifft auf hochwertige Grautöne – abstrakte Kunstwerke der Postmoderne sowie geometrische Linien verleihen dem Raum einen außergewöhnlichen Charme und schaffen so ein perfektes Lebensambiente.

Das Schlafzimmer setzt die dominierende Farbpalette fort: Die ruhige, elegante Blautonkombination und die schlichte, sanfte Grautönung schaffen eine Atmosphäre fernab des Trubels.

Im Jungenzimmer lässt sich das großzügige Sofa vielfältig arrangieren; es kann sogar zu einer Matratze ausgeklappt werden, wodurch der Raum noch dynamischer wirkt. In den freien Stunden können Eltern gemeinsam mit ihrem Kind eine kleine, leichte Rock‑Session genießen und dem Alltag ein wenig Unbeschwertheit und Freiheit zurückgeben.

Ein Buch, und die Zeit steht still – so schön kann das Leben sein.

Wenn das Leben nicht genug Zeit bietet, um weit weg zu reisen, kann man sich auch einfach einmal „die Hände müde ausruhen lassen und den Mittagsschlaf lange genießen“ – eine kleine Pause. An einem entspannten Nachmittag, an dem man sich ganz nach Belieben ausruht, entlockt man einer Tasse Kaffee ihren vollen Duft und taucht in die unbeschwerte, behagliche Welt eines Buches ein – ein Leben, das sich nicht mit weniger zufrieden gibt.

Gleich beim Eingang eröffnet sich ein offener Raum, der sowohl als Arbeitszimmer als auch als Essbereich dient. Der Designer nutzt hier kreativ Schienen und Rollen, um den begrenzten Raum eines kleinen Apartments sinnvoll und flexibel zu gestalten. Bei der Farbwahl der Möbel orientierte er sich an dem zarten Gänsegelb aus Morandis Gemälden, das eine warme, einladende Atmosphäre verbreitet.

Die hohe Wand hinter dem Wohnzimmer ist mit Regal‑Tapete dekoriert; dazu passen ein kobaltblauer Zweisitzer‑Sofa, ein schwarzer Ledersessel zum Liegen, ein Tisch aus feinem Marmor mit Wasser‑Muster sowie eine Stehlampe in Form eines antiken Teleskops. Diese alltäglichen Objekte und die eher zurückhaltenden Farbtöne scheinen im diffusen Licht der großen Fenster geradezu isoliert vom hektischen Treiben draußen zu stehen – sie wirken dadurch besonders edel und raffiniert und verströmen in der Stille eine beeindruckende, zeitlose Materialität.

Das Schlafzimmer knüpft an das offene Konzept des Arbeitszimmers an: Eine ruhige Grautönung in Kombination mit einem warmen Holzboden sorgt für eine behaglich‑warme Optik und verleiht dem Raum eine schlichte, entspannte Atmosphäre. Ein dezenter Hauch von Eierschalen‑Gelb als Akzent setzt farbliche Nuancen, die die ursprünglich starke Sättigung mildern und den Raum noch sanfter sowie eleganter erscheinen lassen.

Damit sind wir am Ende der Vorstellung des schlichten Gesamtdesigns für das ganze Haus angelangt. Wenn Ihnen dieses Konzept gefällt, hinterlassen Sie doch gern im Kommentarbereich eine Nachricht – wir freuen uns auf Ihren Austausch!

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