Mit holzfarbenem Grund und Licht und Schatten als Pinsel ist der neue chinesische Stil niemals eine bloße Nachbildung des Klassischen, sondern eine sanfte Verflechtung von Ursprünglichkeit und Moderne. In einem Raum, der sich wie eine Rollenbahn ausbreitet, bedarf es keiner überladenen Dekoration: Ein schlichtes Wandbild umreißt bereits den Geist des Orients, ein Keramik‑Objekt birgt die warme Sanftheit vergangener Jahre, und einige grüne Bambusstängel, schräg in eine Vase gesteckt, bringen von selbst eine leise, anmutige Frische hervor. Gerade das Wenige, aber Ausgewählte, ist die Weisheit des „Leeren“ im neuen chinesischen Stil. Hier verlangsamt sich die Zeit: Morgens wird Tee gekocht und Gedichte gelesen, im Abendlicht lässt man still die Spielereien von Licht und Schatten gleiten. Die Faszination des neuen chinesischen Stils besteht darin, klassische Kultur in den Alltag zu integrieren und in einem schnelllebigen Leben einen feinen, heilsamen Rückzugsort zu schaffen.








